Abweichungen / Betreuungspensum bestimmen bei Tagesfamilien

Unterschied: Mutationsmeldung senden / Abweichungen

Eine Abweichung ist, wie die Mutationsmeldung eine Meldung an die Gemeinde für eine Mutation. Das heisst, diese Veränderung der Verfügung aufgrund einer Abweichung überschreibt die letzte Verfügung dieses Falles (wie bei einer Mutation).

Mutationsmeldungen sind für vorgesehenen Änderungen, wie zum Beispiel vertraglich vereinbarte Änderungen.
Abweichungen sind für unvorhergesehene, nicht vertraglich vereinbarte Änderungen, wie effektive Stunden bei Tagesfamilienorganisationen und bei Kitas Zusatztage.

Wie Abweichungen eingetragen werden, ist in folgendem Blogbeitrag beschrieben: https://blog.kibon.ch/abweichungen/.

Wie Leistungserbringer, die effektiv verrechnen, Abweichungen aufgrund von Ferien oder Krankheit bei Kindern mit sprachlicher oder sozialer Indikation erfassen, erklärt dieser Blogeintrag: «Ferien / Krankheit bei sprachlicher oder sozialer Indikation»

Bestimmung Betreuungspensum TFO

Tagesfamilien müssen in kiBon ein vertragliches Pensum und vertragliche Kosten angeben. Da die Kosten und das Pensum sich bei Tagesfamilien monatlich ändert und rückwirkend effektiv verrechnet wird, muss für kiBon ein vertragliches Pensum definiert werden, welches möglichst nah am effektiven monatlichen Betreuungspensum liegt.

Im Nachhinein tragen die Tagesfamilien “Abweichungen” in kiBon ein und geben diese an die Gemeinde frei, damit der Betreuungsgutschein anhand des effektiven Betreuungspensum und den effektiven Betreuungskosten angepasst werden kann.

Korrekturzahlungen

Die Gemeinde muss die Mutation der Abweichungen kontrollieren und neu verfügen. Somit erhalten die Antragsteller, sowie Sie als Institution eine neue Verfügung, welche die Bestehende ersetzt.
Wenn die Gemeinde die nächste Zahlung generiert, wird alles, was sich rückwirkend verändert hat, in dieser Zahlung berücksichtigt. Sofern also die Gutscheine rückwirkend kleiner wurden, wird dieser Betrag von den aktuellen Auszahlungen abgezogen, sofern die Gutscheine im Nachhinein grösser wurden, wird dies einfach zusätzlich noch ausbezahlt.

Sofern der Minusbetrag (der Gutscheine, welche sich verkleinert haben) grösser ist als der auszubezahlende Betrag, muss die Gemeinde diese Kosten Ihnen als Institution in Rechnung stellen.

Daher empfehlen wir grundsätzlich, die Betreuungsstunden eher (zu) tief zu setzen, sofern die Wohnsitzgemeinde des Kindes keine Kontingentierung hat.
Die Korrektur der Auszahlung, des im Nachhinein veränderten Betreuungsgutscheins, ist so einfacher und wird intern via kiBon von der Gemeinde an die Institution abgewickelt.
Wenn der Gutschein hoch ist und im Nachhinein kleiner wird, hat die Gemeinde so der Institution zu viel Geld ausbezahlt. Die Gemeinde muss dann ausserhalb von kiBon der Institution den zu hohen Betrag in Rechnung stellen. Diese Wiederum muss das Geld bei den Eltern einfordern, da diese Korrektur des Gutscheins zu einer Veränderung des Rechnungsbetrag an die Eltern führt und so müssen die Eltern im Nachhinein der Institution Geld nachzahlen. Dies kann das Risiko mit sich bringen, dass die Antragsteller die Rechnung nicht mehr bezahlen können, weil der Gutschein tiefer geworden ist.

Kontingentierung Gemeinde

Wenn die Gemeinde ein Kontingent hat, empfehlen wir den Gutschein eher hoch anzusetzen, damit wenn das Kontingent der Gemeinde aufgebraucht ist, die Antragsteller noch die Möglichkeit haben einen erhöhten Gutschein für die Abweichungen zu erhalten. Angenommen, das Pensum ist zu tief angesetzt und die Gemeinde hat das Kontingent ausgeschöpft, so wird die Mutation mit den Abweichungen an die Gemeinde geschickt und die Gemeinde muss den Anspruch dann abweisen, da kein Kontingent mehr vorhanden ist.